Scheißwelt!
Sims Alabim; 2010-04-30
Du möchtest Mauern einrennen.
Du könntest Bäume ausreissen.
Du willst neue Gipfel besteigen.
Du wärst bereit, in See zu stechen.
Aber um Dich herum ist nur Wüste.
Scheißwelt!Sims Alabim; 2010-04-30 Du möchtest Mauern einrennen. Aber um Dich herum ist nur Wüste. Himmel und Engel und soMalibu Aircraft; 2010-01-17 Im Angesicht des Augenblicks erstarrte das Wesen eines Engels im Zentrum seiner Existenz und schrumpfte zusammen. Dann verwandelte es sich aus Bescheidenheit in ein getrocknetes Blatt und verschwand, als ein Kind es nahm und zwischen den Fingern zerbröseln lies. Der erste Anruf kam vom Engel Gabriel: Der zweite Anrufer war Michael: Der nächste Anruf kam von Luzifer: Dem Großen wurden alle diese Beschwerden weitergeleitet und er grummelte ärgerlich, als er sie laß. Die Engel stritten sich um seine Nachfolge und beschlossen dann nach viel Leid, das durch Intrigen und Machkämpfe angerichtet worden war, eine möglichst direkte Demokratie einzurichten. Für einige hundert Jahre ging es auf der Erde und im Himmel sehr gut zu. Die Menschen machten erstaunliche technologische Fortschritte, die Künste florierten, die Meere und das Weltall wurden erforscht und erschlossen. Doch die Entwicklungen der Wissenschaft ermöglichten den Menschen bald, die dimensionale Frequenz des “Himmels” zu entschlüsseln. Nun sahen sie die Engel und nahmen mit ihnen Kontakt auf. Sie verlangten, dass die Engel ihre Macht mit den Menschen teilen sollten. Nur ein Engel konnte sich retten. Put the X back in X-MasMalibu Aircraft; 2009-12-21
Wollte nur schonmal ein herzlich frohes Weihnachtsfest wünschen und gleichzeitig noch zwei, wie ich finde, wunderschöne Weihnachtslieder empfehlen: “White Wine In The Sun” von Tim Minchin und “The Atheist Christmas Carol” von Vienna Teng. Ich will hier nichts illegales verlinken, aber das findest du schon, du Röhre. (Mann, komm ich mir jetzt clever vor!) GesangMalibu Aircraft; 2009-11-21 Und als sie sich küssten, sangen die Engel und der Gesang erschallte in den Ohren der lebenden Wesen. Als sich ihre Lippen berührten, explodierte die Welt und ein Herz zerschellte und schmolz wieder zusammen, voller, stärker und mächtiger, als es zuvor gewesen war. Und die Unterwelt grunzte und der Himmel schrie vor Freude auf. „Ist das wahr?“ Und der Gesang erstarb und ein Zischen huschte über die Seele in den Augen, bevor sie sich faltete und verschwand in einem leichten Rauschen. Und sie blickten sich an, leer und unverständnisvoll. Ihre Lippen fühlten sich rau an und ausgetrocknet. Ihr Kopf drehte sich. Um andere Dinge. so ist das nun malCabuflé; 2009-10-11 Meine sehr verehrten Damen und Herren: Ich bin betrunken. In diesem Sinne möchte ich Ihnen gerne mitteilen: Das mag jetzt zunächst klingen wie das, was ein besoffener Regisseur auf einer Berliner Szeneparty sagt, um Frauen zu beeindrucken, aber ich kann das begründen. Ich muss an den JuSo denken, der damals, als wir mit Brigitte Wimmer in Berlin waren - auf Staatskosten, versteht sich: “Politik- und Infofahrt” - fragte: “Georg, wie stehst du eigentlich zu der gelben Abkürzung?” Er wollte wissen, ob ich es moralisch in Ordnung fände, vom Club ins Hotel ein Taxi zu nehmen. Natürlich ist das eine politische Frage, wie so manches, aber eben gerade nicht so, wie der Typ, der seine Jugend an Gerhard Schröder verschwendet hat, mit seinem Gratisgewissen meinte. Die Sache gestaltet sich folgendermaßen: Kunst - gute Kunst, und die Diskussion darüber, was das eigentlich bedeute und wer das definiert, führen wir ein anderes mal - entsteht aus Leidenschaft. Sich mit eben jener Leidenschaft der Herstellung eines Dinges zu widmen, das in letzter Konsequenz neben hoffentlich vorhandenen ästhetisch-formellen Qualitäten nichts weiter bedeutet als ein Abbild der eigenen Persönlichkeit, der eigenen Haltung zu einem Sachverhalt, kann nur leisten, wer in grenzenloser Selbstüberschätzung ganz selbstverständlich davon ausgeht, dass, was auch immer er zu sagen haben, was er aus der Sache machen mag, wichtiger und bemerkenswerter ist, als was andere daraus machen würden. Sonst wird es beliebig und damit überflüssig. Dass ein Jeder, der ein wertvolles Kunstwerk erschafft, sich damit zugleich notwendig als Humanist outet, ist einer jener Widersprüche der Post-Postmoderne, die ich hier wertfrei zur Kenntnis nehmen will. Und so lassen Sie mich schließen mit jenen Worten, die ich vorhin in einem entkernten Friseursalon im Reuterkiez über laute Elektromusik brüllte, um eine Frau zu beeindrucken:
Neuromarketing und soCabuflé; 2009-09-19 In einem neulich von Malibu Aircraft verlinkten CBS-Beitrag über den aktuellen Stand der Neurobiologie tauchte auch der Begriff “Neuromarketing” auf. Mit diesem Thema beschäftigte sich unlängst eine Folge der Sendung SWR2-Aula: Meine halbgebildete Meinung dazu: Der Beitrag ist - gerade als Ergänzung zu M.A.s Post und unserer Diskussion darüber - auf jeden Fall interessant, deshalb der Link. Abgesehen davon ist mir Proffessor Elger (oder zumindest sein Vortrag) zunächst mal zutiefst unsympathisch, weil das, worüber er hier spricht, eines von vielen Beispielen ist, wie Forschungsarbeit auf eine Weise genutzt wird, die der Gesellschaft nicht nützt oder womöglich gar schadet. Desweiteren zeigt dieser Vortrag meiner bescheidenen Meinung nach letztlich weniger das Potenzial der Neurobiologie auf als ihre immer noch sehr engen Grenzen: Dass monotone wiederkehrende Reize auf lange Sicht weniger intensiv wahrgenommen werden als einzelne unerwartete, dass mit einer emotionalen Komponente verknüpfte Informationen besonders leicht aufgenommen werden, dass beim kaufgeilen Mob - ergo bei uns allen - der Verstand aussetzt, sobald das Wort “Rabatt” fällt, sind sämtlich Phänomene, die Psychologen, Verhaltensforscher, Soziologen so oder ähnlich schon seit Jahren kennen. Dass auch ein Hirnscan das alles nochmals empirisch bestätigen kann, ist sicher interessant, aber doch vor allem als ein Forschungserfolg für die Neurobiologen. Für den Rest der Welt erstmal kein Grund, vom Hocker zu fallen. Auch Elgers Bewertung des einzigen Beispiels, in dem die neurobiologischen Ergebnisse signifikant von der klassischen Wahrnehmung abweichen (die Kampagne “einer Kosmetikfirma”, ganz offensichtlich Doves “Initiative für wahre Schönheit“), überzeugt mich aus zwei Gründen nicht: Einmal liefern die Hirnscans notwendigerweise nur Informationen über die unmittelbare kurzfristige Reaktion beim Betrachten des Werbematerials, während so bedeutende Fragen wie die soziale Reichweite der Kampagne und die langfristige Imagebildung des Unternehmens außen vor bleiben. Ich kann mich beispielsweise erinnern, dass dies einer der ganz wenigen Fälle war, in denen ich ein offensichtlich als Werbespot konzipiertes Video von Freunden viral weitergeleitet bekam. Darüber hinaus erklärt Elger die - ohne Frage interessanten - empirischen Ergebnisse leichtfertig mit trivialen evolutionspsychologischen Formeln, die sicher nicht unplausibel sind, aber eben doch spekulativ bleiben und beispielsweise die soziale und biographische Prägung - die nachweislich bedeutend für die Bildung neuroligischer Verknüpfungen sind - völlig ignorieren. Das wirklich beängstigende an der ganzen Sache für mich selbst: ich kriege gerade mal wieder das Gefühl, dass ich ein unglaublich guter P.R.ler wäre. Ich sollte mir ernsthaft Gedanken über den Marktwert meiner Seele machen… Éclaire über LoboCabuflé; 2009-09-05 Ich habe gerade versucht, meinem guten Freund Briand Éclaire (in seiner Zweitidentität Cecil B., Frontman der großartigen Indiepopper The Patricks), der mit der digitalen Bohème nicht so richtig viel am Hut hat, zu erklären, wer Sascha Lobo ist. Letztlich habe ich exemplarischerweise einfach seinen Auftritt auf 3sat laufen lassen, in welchem der verhinderte Kampfhahn unter anderem die himmelhoch inkompetente Feuilletonlüge wiederkäut, die Piratenpartei sei “aus der Pirate Bay hervorgegangen”. Mit der ihm eigenen Präzision kommentierte Herr Éclaire:
Die übrigen, nicht minder zutreffenden Äußerungen des Kollegen zitiere ich hier vorsichtshalber nicht, da ich nicht ausschließen kann, dass auch ein Lobo über schlagkräftige Anwälte verfügt, die im Zweifelsfalle zur Verteidigung einer wo auch immer verorteten “Würde” Gewehr bei Fuß stünden. Danke, Briand! Niggemeier verlinken bringt Trackback-Traffic…Cabuflé; 2009-08-10 …deshalb sollte man es nicht zu oft tun, sonst wirkt es suspekt. Jedoch: Wie hier meisterlich die komplette absurde Misere eines ganzen Mediums und der angeschlossenen Branche in einem einzigen Screenshot kondensiert wurde, das konnte ich meinen zahlreichen Lesern nicht vorenthalten:
Ach ja: Der Artikel zum Bild ist auch ganz ok. |
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