Children don’t grow old


Cabuflé; 2009-03-29

Faszinierend, wie momentan in nahezu jedem auch nur ansatzweise mit Filmen beschäftigten Blog erwachsene Männer Endorphinräusche zu Protokoll geben angesichts eines Ende diesen Jahres startenden so genannten “Familienfilms”.

Und ich kann nichts anderes hinzufügen, als dass der Teaser/Trailer zu Spike Jonzes Verfilmung von Maurice Sendaks legendärem Kinderbuch “Wo die wilden Kerle wohnen” mir auch beim zehnten Sehen noch die Tränen in die Augen treibt.

Spaß mit dem Perinormalen (und Gehirnen) #1


Cabuflé; 2009-03-23

Nachdem mein geschätzter Freund und Kollege Sims Alabim in einem Nebensatz seines höchst lesenswerten Beitrags zur Waldorf-Debatte mit einiger Häme bemerkte “das die Wissenschaft eigentlich nicht einmal mit Sicherheit sagen kann, was für ein Frühstück gesund ist” (was ich ohne zu Zögern als Argument zu Ungunsten der wissenschaftlichen Methode akzeptieren werde, sobald mir ein Anthroposoph oder Homöopath die gleiche Frage überzeugend und zweifelsfrei beantwortet hat) und nachdem er unlängst am Beispiel eines Fernsehbeitrags über Wünschelrütengänger ein flammendes Plädoyer zu Gunsten der seine prinzipielle Offenheit für die Geistheiler, Astralwanderer, Pendelschwinger und Hundeleser dieser Erde hielt erklärte, fühle ich mich nunmehr verpflichtet, das Steuer des Kahnes instant-eistee.de wieder ein Stück herumzureißen und mit einem kleinen Grundkurs in gesunder Skepsis und kritischem, im weitesten Sinne wissenschaftlichen Denken zu antworten.

Wegen Verpflichtungen im wahren Leben komme ich gerade leider sehr langsam voran. Da ich Kollege Sims und die interessierte Leserschaft nicht noch länger warten lassen will, habe ich beschlossen, den Artikel zweizuteilen. Hier nun die erste Hälfte.

Perinormal Possibilities

Nach der Auseinandernahme des Welt-der-Wunder-Beitrages (Teil 1; Teil 2) gelangt Sims zu folgendem Schluss:

Wir sind also eher bereit, zu akzeptieren, dass wir alle potenziel etwas irre und disfunktional sind, als dass es mehr zwischen Himmel und Erde geben könnte, als unsere Schulweisheit sich träumen lässt.

Meine Erwiderung darauf wäre zunächst, dass ich nicht sehen kann, inwiefern eine der beiden Thesen eine Alternative zur anderen darstellen sollte. Ich halte beide (in iherer allgemeinen Form) für so offenkundig richtig, dass ich versucht bin, jeden der eine davon ernsthaft in Zweifel ziehen wollte, ab diesem Moment nicht mehr als Diskussionspartner ernstzunehmen. Mit der ersteren will ich mich später beschäftigen, zunächst aber zur letzteren, die gern und oft von Apologeten esoterischer Ideen als Gratisbegründung für die generelle Ablehnung wissenschaftlicher Argumente benutzt wird.

Es gilt hier, mit einem Irrtum aufzuräumen, der sicher auch durch leichtfertige Äußerungen allzu eifriger Skeptiker und Naturalisten immer weiter geschürt wird: kein ernstzunehmender Skeptiker würde bestreiten, “dass es mehr zwischen Himmel und Erde geben könnte, als unsere Schulweisheit sich träumen lässt.” Im Gegenteil: Diese Annahme ist eine notwendige Vorraussetzung für wissenschaftliches Arbeiten als solches. Wozu denn noch weiter forschen, wenn wir über alles Nennenswerte zwischen, über oder unter Himmel und Erde schon bescheid wissen?

James “The Amazing” Randi, Bühnenmagier a. D., legendärer Uri-Geller-Bloßsteller, Gründer der jref und als solcher Stifter des im bewussten Fernsehbeitrag erwähnten Eine-Million-Dollar-Preises fasst es im Gespräch mit dem arroganten Wissenschaftsfanatiker und bösartigen Gottesmörder Richard Dawkins zusammen:

I don’t really think that we have made a scratch, the tiniest scratch in what we have to know. I get these comments all the time from people, who say: “Well, science doesn’t know anything, does it?” And I say: “That’s right! Science doesn’t know anything absolutely. What it does, is: it expresses statements about the universe, that are observed, presents the evidence and sais: “This conclusion is very likely to be true, very, very likely to be true, but: you look into it and see if you can find an exception.” Weiterlesen…

Auf’m Viehmarkt


Cabuflé; 2009-03-22

Mein Kollege mag mir vergeben, dass ich die versprochene Antwort auf seinen Wünschelrutenpost noch etwas weiter hinausschiebe, um mich über persönliche Banalitäten auszulassen. Sims, wir sind Leidensgenossen. Bitte, du musst das verstehen!

Man hat also, weil man sich dazu berufen fühlt, beschlossen einen Film zu machen. Man dachte, dass diese kleine Geschichte von zwei Freaks, die einander inmitten von schreiend lauter menschlicher Beliebigkeit begegnen und aneinander wachsen, zwar ihre zwei, drei organisatorischen Tücken haben mochte, für einen studentischen Drittjahresfilm jedoch eher harmlos und leicht zu stemmen wäre.
Ein halbes Jahr später sitzt man Tag für Tag mit dem über alle Maßen verehrten Kameramann über dem Drehbuch und brütet Bilder aus, für die man einem Tag das ganze Budget verbraten könnte, ohne einmal auf den Auslöser gedrückt zu haben. Shit Happens. Mal schaun, was für’n Sponsoringdeal wir da kriegen. Und da. Und da. Und da…

Man hat vor allem aber dieses Mal die Geschichte für so diffizil erachtet, dass man die Hauptrollen nicht wie bisher den hervorragenden Schauspielern aus dem Freundeskreis auf den Leib schrob, sondern Figuren im Kopf gestalt annehmen ließ, um dann, wie ernsthafte Filmemacher es nun Mal tun, zu casten.
Man hat sich auf diese anspruchsvolle Arbeit gefreut und nicht Angst aber Respekt davor gehabt, sich deshalb vorgenommen, früh mit der Schauspielersuche zu beginnen.

Man hat auch früh begonnen. Und trotzdem will man jetzt in einem Monat drehen, die Maschine läuft, und bis auf die bedeutende Nebenrolle, die man einem hervorragenden Schauspieler aus dem Freundeskreis auf den Leib geschrieben hat, ist nichts besetzt.

Man sitzt seit Monaten Abende lang vor dem Rechner und klickt sich durch Agenturseiten, durch Schauspielerverzeichnisse, durch dubiose Kleinanzeigenmärkte von Foto zu Foto und macht zum wiederholten Mal eine Erfahrung, die sich, nicht nur weil man selbst gelegentlich als Schauspieler arbeitet, irgendwie creepy anfühlt.

Irgendwie muss man schließlich eine Vorauswahl treffen, und nach dem zweihundertsten Portraitfoto eines jungen Mannes mit diesem ganz speziellen verstrahlten Silberblick, den charismatische Führerfiguren über Jahre hinweg in so gut wie jeden Schauspielschüler hineinprügeln, nach mehreren Stunden an Demotapes, an deren Anfang jedes Mal der gleiche austauschbare funky Elektropop eine Montage von verschiedenen Varianten des darstellerischen Silberblicks untermalt, nach dem einhundertundfünzehnten Klick auf einen toten Agenturlink wird jeder Mensch, dem an einem letzten Rest geistiger Gesundheit gelegen ist, zum Zyniker:
Wie, der hat fünf Fernsehauftritte in der Vita, aber kein Demotape? Entweder schämt er sich für die bisherige Arbeit, oder ist zu faul, sein Material zu schneiden. Tilt! Raus da! Einer weniger auf der Liste. Vielleicht kümmert sich auch die Agentur einfach nicht angemessen um ihn? Ja vielleicht. Selber schuld, vielleicht merkt ers ja irgendwann. Tilt! Und dieser Fatzke hat auf youronlinecrew-searchwhatever.com nur ein Foto + Emailadresse? Will der besetzt werden oder mal wieder richtig einen wegstecken? Auf die Weise wird er weder das eine noch das andere erreichen. Tilt! Tilt! Tilt! Tilt! Wär ja nicht so, dass ich hier verzweifelt nach dem perfekten Darsteller für meinen Film suchen würde, ihn noch nicht mal bezahlen kann und deshalb in meinem eigenen Interesse wirklich jede Möglichkeit in Betracht ziehen sollte.
Die Zeit und Energie nutze ich lieber um herauszufinden, wo die Mutter von diesem einen Typen wohnt. Dem einzigen, dessen Fotos und Demotapes mich auf einen Schlag umgehauen haben. Und der sich jetzt erdreistet an einem rennomierten Stadttheater verpflichtet zu sein und keine Zeit für meinen Studentenschmonz zu haben. Der wird seine Meinung ganz schnell ändern, wenn ich ihm Mamas Ohren mit DHL schicke.

Wenn ich oben “Schauspieler” schrob, meinte ich das übrigens nicht als “generisches Maskulinum” sondern tatsächlich nur die Kandidaten für die männliche Hauptrolle. Bei der Leading Lady überschattet ein noch weit trivialeres Problem die Vorauswahl: Sie muss eine sehr schöne Frau sein. Muss sie wirklich. So ist die Figur im Buch angelegt. Aber heilige Scheiße, Georg, nur weil du die Dame auf dem Foto da am liebsten auf der Stelle und ohne Zögern bespringen würdest, traust du ihr noch lange nicht zu, einen Teil deiner geprügelten Seele auf die Leinwand zu bringen. Schau dir ihr Demotape an! Diesen stumpf-süßen Gesichtsausdruck kriegst du nie wieder aus ihr raus. Das ist wie mit dem Silberblick.

Es ist ein schmutziger Job, aber irgendjemand muss ihn machen…

Gut dass man ein Blog hat, wo man derartigen Gedankenmüll abladen kann; und noch besser, dass man sich nie angewöhnt hat, den gleichen Müll in Echtzeit und ungefiltert über affige Social-Networking-Tools stichwortartig an alle Freunde und Kollegen zu verschicken. Dann hätte man jetzt nämlich keine mehr.

Zum Abschluss noch ein wirklich gut gemeintar Rat an alle hoffnungsfrohen Schauspieltalente:
Fernsehredakteure und Marketingfuzzis mögen sich von den Funky Elektropoptrailern am Anfang eurer Demotapes beeindrucken lassen. Also bleibt dabei, es könnte euch (bezahlte!) Arbeit verschaffen. Größenwahnsinnige Jungregisseure allerdings bilden sich ein, so etwas wie ein “Gespür für den Moment” zu haben, einen “intuitiven Blick für den Mensch hinter der Figur” (doch, doch, das sind Fachbegriffe… ähem…). Sie wollen wild in eurem Showreel hin- und herspulen und freuen sich deshalb außerordentlich, wenn ihr das Video auf einer Seite veröffentlicht, die schnell lädt und direktes Springen an jeden beliebigen Punkt des Bandes erlaubt. Im Zweifelsfall bieten sich dafür handelsübliche Videoportale wie youtube oder vimeo an. Nur weil eine Seite das Wort “Schauspieler” in der URL hat, heißt das nicht, dass ein Demotape dort besser aufgehoben wäre.

***

Kein Demotape:


YouTube-Direktlink

Papst: Regenschirme verursachen nasse Haare; Cabuflé konvertiert.


Cabuflé; 2009-03-18


Es gibt natürlich keinen Grund, großartig überrascht zu sein. Dass die katholische Kirche der Judenverfolgung im Allgemeinen und den Naziverbrechen im Besonderen die meiste Zeit eher gleichgültig bis sehr wohlwollend gegenüber stand, konnte jeder wissen, der es wissen wollte, und die Haltung des gleichen Vereins zu Verhütungs- und Seuchenpräventionsfragen bedarf keiner weiteren Erläuterung – immer getreu der Maxime, dass viele todkranke und/oder verhungernde Schäfchen besser sind als eine handvoll (zumindest körperlich) gesunder.

Wenn man allerdings beobachtet wie der Wirsindpapst im letzten Jahr erst aus einer Laune heraus eine kleine antisemitische Fürbitte ausgrub, dann unlängst öffentlich mit Holocaustleugnern herumschmuste, und jetzt, da diese Geschichte noch nicht ganz aus den ratlosen Feuilletons verschwunden ist, zu einem völlig anderen Thema die nächste Unverfrorenheit raushaut, nämlich dass Kondome nicht nur halt nun Mal gegen Gottes Gesetz sind, sondern “vielmehr das [Aids-]Problem [verschlimmern]”, mit welcher Brachialität, Ignoranz und mangelnder Eleganz also dieser Mann seinen berufsmäßigen Feldzug gegen Aufklärung und Menschlichkeit führt und damit auch ihm tendenziell wohlgesonnene Mehrheiten in Politik und Journaille in die Opposition zu ihm zwingt, kurz: wie hier der Chef eines Konzerns sich und damit sein komplettes Unternehmen öffentlich zum Horst macht, dass ein Hartmut Mehdorn vor Neid erblassen könnte, dann glaube ich, dass dies nicht mehr allein durch Größenwahn, Senilität oder schlechte Berater zu erklären ist.

Nein: Nur ein tatsächlicher direkter und immerheißer Draht zu mindestens einem Gott kann derartige Amok-P.R. begründen. Aus Ratzemannes Munde spricht eine höhere Weisheit, die sich menschlichem und insbesondere meinem Verständnis entzieht, und der ich mich ab heute unterwerfe.

Zeitnah wird instant-eistee.de zum römisch-katholischen Thesenblog umgebaut werden, und ich stelle meine Autorenkollegen hiermit vor die Wahl, mir zu folgen oder die Gemeinschaft der Eisteeheiligen zu verlassen. Meine zahlreichen Groupies und Mätressen mögen zur Kenntnis nehmen, dass ich ab sofort nicht mehr für unverbindliche Spontanficks zur Verfügung stehe, bzw. nur noch unmittelbar vor der wöchentlichen Beichte und selbstverständlich ohne Gummi!

Beziehungen sind wie Apple-Rechner


Sims Alabim; 2009-03-16

1. Jeder glaubt, sie wären besser als die Alternative. Wer das Gegenteil behauptet, ist nie ganz glaubwürdig. Die Wenigsten aber können gut genug damit umgehen, um die Vorteile wirklich zu nutzen. Wenn sie neu sind, sind sie toll, doch bald geht der Stress los. Man gibt ungern zu, wie viele Mängel sie haben, und wie kümmerlich die Serviceleistungen des Herstellers sind.

2. Sie kommen in jedem Hollywoodfilm vor.

3. Die Alternative ist leider auch nicht besser.

Cabuflés persönliche Empfehlungen zur kulturellen Weiterbildung


Cabuflé; 2009-02-12

– Zwei Männer, die ich beide aus unterschiedlichen Gründen sehr schätze (wofür ich in beiden Fällen regelmäßig von meinen Kumpels aus der linksliberalen Gosse auf die Mütze kriege), haben sich neulich auf einen kleinen Plausch im Görli getroffen:

YouTube-Direktlink; Teil 2; Teil 3.

– Unter anderem weil ich demnächst gerne davon leben möchte, dass Leute Geld bezahlen um meine Filme zu sehen, würde ich mich prinzipiell als Freund des Rechtes am geistigen Eigentum bezeichnen. Gerade als solcher halte ich es allerdings für offenkundig, dass das Urheber- und Lizenzrecht in seiner jetzigen Form ein bösartiges außer Kontrolle geratenes Monster ist, das die vermessenen Interessen jener schützt, die die Infrastruktur zur Verbreitung kultureller Werke verwalten, während es die beiden wichtigsten Parteien – namentlich Künstler auf der einen Seite und Endverbraucher auf der anderen – im besten Fall nervt, im schlimmsten Fall auf perfide Weise kriminalisiert.
Der Batzman weist bei den fünf Filmfreunden in seiner wunderbar geschriebenen Polemik “Raubkopien sind besser! – Serien-DVDs und das Geheimnis der verschwundenen Musik” auf einen bislang wenig beachteten Aspekt dieser Problematik hin.

– Und da mir wenig so am Herzen liegt wie die Lebensqualität meiner Leser, ohne weiteren Kommentar Clifford Stolls Vortrag von der TED-Konferenz 2006:

TED-Direktlink.

Bekenntnisse eines Waldorfopfers


Sims Alabim; 2008-12-19

Aus einigermaßen aktuellem Anlass möchte ich diesen Blog als Plattform für ein recht persönliches Thema nutzen, das im Netz gerade heiß diskutiert wird. Vorher eine Warnung: Der Text ist etwas ausführlicher geraten und gründet sich nicht auf kolportiertes Halbwissen, unreflektierte Heiligenverehrung oder Verweigerung eigenständiger Denkarbeit, sondern auf persönliche Erfahrung, selbstgebildete Meinung und logische Schlussfolgerung. Ich weiß, dass ich damit gegen die aktuelle Netz-Etikette verstoße, aber manche Leser werden es mir vielleicht verzeihen. Dafür hat sich oftmals eine gewisse Polemik eingeschlichen, und das ist auch gut so.

My Secret History

Meine gesamte Jugend hindurch bin ich das Opfer einer gefährlichen Sekte gewesen, deren Mitglieder sich „Anthroposophen“ nennen. Ich bin 13 Jahre lang auf eine Waldorfschule gegangen. Als ob es für mich als Junge nicht schon schlimm genug gewesen wäre, am Stricken und Häkeln zu scheitern, für den Eurythmieunterricht in Kleidchen in blässlichen, naturbelassenen Farben gesteckt zu werden, oder auf Blockflöten spielen zu müssen, vor allen Dingen hat man mir in diesen 13 Jahren Unterrichtsstoff präsentiert, der durchsetzt war von weltanschaulichen Absonderlichkeiten eines Gurus, den das Licht der Aufgeklärtheit unseres Jahrzehnts jetzt endlich als radikalen Rassisten entlarvt hat. Und das Schlimmste daran ist: Ich habe es nicht einmal bemerkt.

Der Samen der Indoktrination keimt so sehr im Verborgenen, die Spuren der Gehirnwäsche sind derartig subtil, dass ich eigentlich bis heute nichts davon merke. Natürlich, da waren die schrägen (bis entsetzten) Blicke mancher Lehrer, als sie mitbekommen haben, dass ich zuhause mit Masters of the Universe spielte oder regelmäßig Spider-Man las. Aber ansonsten habe ich meine Schulzeit allgemein als durchaus positiv in Erinnerung. Der Unterricht hat mir Spaß gemacht, mein Klassenlehrer hat mich bei der Entwicklung meiner persönlichen Fähigkeiten und Vorlieben unterstützt, niemals bin ich körperlich gezüchtigt worden, ich habe dem Stoff fast immer folgen können und hatte keinerlei Schwierigkeiten im letzten Schuljahr das bayerische Abitur in allen Fächern und mit guten Noten abzulegen, ohne mich sonderlich anstrengen zu müssen oder jemals Nachhilfeunterricht zu brauchen. Und ich war nicht einmal eine Ausnahmeerscheinung.

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Filmstudentenparty


Cabuflé; 2008-11-29

Ich hätte was zu lesen mitnehmen sollen.

Was der Verfassungsschutz über mich wissen könnte


Cabuflé; 2008-11-15

Ach du heilige…

Es ist ja nichts neues, dass alle web 2.0 Communities das Konsumverhalten eingeloggter User speichern und auswerten. Youtube bietet einem darüberhinaus auf der Startseite aus diesen Daten abgeleitete persönliche Empfehlungen an. Bisher waren das bei mir auch schön zuverlässig Clips verschiedener Comedy Größen, Debatten und Vorträge über sekulären Humanismus und in der Regel Videos, die ich ohnehin schon mehrfach angeschaut hatte.

Da frage ich mich doch, womit ich mir das hier verdient habe:

Und vor allem: Wenn ich jetzt in meiner jugendlichen Neugierde auf die Links klicke, weil es mich ja schon interessiert, was die Volksdeutschen so auf ihrem Sommerfest treiben oder an Visionen für Hamburg hatten – wie viele weitere Nazi-Didgits wird mir youtube dafür gutschreiben?

Im Sommer geschrieben


Sims Alabim; 2008-11-10

Wir sassen unter dem blauen Himmel, den Blick auf die Wolken gerichtet. Wir hingen unseren Träumen nach und beschlossen, sie niemals wahr werden zu lassen.

Jede kleine Unternehmung wäre ein Verrat an der großen Idee. Alles, was machbar war, würde nicht hinreichen an das, was vorstellbar war.

Wer niemals an den Pforten des Himmels rüttelt, der erspart sich den Schmerz, abgewiesen zu werden und behält sich die Möglichkeit der tröstlichen Ausflucht, man wäre vielleicht sogar eingelassen worden, wenn man sich nur darum bemüht hätte.

Viel war nicht gewonnen. Wir ließen die Wolken weiterziehen.

Auch so kriegt man den Tag rum.

Und den Sommer.