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	<title>Comments on: Linke Arroganz</title>
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	<link>http://instant-eistee.de/2009/07/linke-arroganz/</link>
	<description>pluralistische wertegemeinschaft</description>
	<pubDate>Sat, 19 May 2012 10:35:38 +0000</pubDate>
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		<title>By: instant-eistee.de &#124; Irans bröckelnde Fassade</title>
		<link>http://instant-eistee.de/2009/07/linke-arroganz/comment-page-1/#comment-551</link>
		<dc:creator>instant-eistee.de &#124; Irans bröckelnde Fassade</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Jun 2010 10:35:17 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Seite zum großen Teil zögerliche Unterstützung und auch Teile der Linken zeichneten ein mehr als erbärmliches Bild von sich selbst. Diese Versäumnisse scheinen im Angesicht der Aussagen einiger ehemaliger Mitglieder der [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Seite zum großen Teil zögerliche Unterstützung und auch Teile der Linken zeichneten ein mehr als erbärmliches Bild von sich selbst. Diese Versäumnisse scheinen im Angesicht der Aussagen einiger ehemaliger Mitglieder der [...]</p>
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		<title>By: Sims Alabim</title>
		<link>http://instant-eistee.de/2009/07/linke-arroganz/comment-page-1/#comment-258</link>
		<dc:creator>Sims Alabim</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jul 2009 14:28:03 +0000</pubDate>
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		<description>Ja, da stimme ich Dir zu. 

Die aktuellen Strukturen sind natürlich zu komplex, um einfach mit einem Knall umgekrempelt zu werden. Das neue System muss wachsen, und Modelle wie eben das Grundeinkommen sind da schon der richtige Samen. 
(Es wäre aber schon spannend, darüber nachzudenken, welche Machtstrukturen denn wirklich erhalten blieben, und welche nicht. Die Politik könnte zum Beispiel wesentlich freier agieren, wenn der Wille der Wähler plötzlich ein trifftigerer Grund für eine Entscheidung wäre, als der Wille der größten Parteispender...)

Mir kommt es nur darauf an, auch in Gedanken nicht beim Grundeinkommen stehen zu bleiben, sondern sich bewußt zu werden, dass das Geld nicht ein notwendiges Übel mit kleinen Fehlern, sondern ein unnötiges Übel mit grundsätzlichen Fehlern ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, da stimme ich Dir zu. </p>
<p>Die aktuellen Strukturen sind natürlich zu komplex, um einfach mit einem Knall umgekrempelt zu werden. Das neue System muss wachsen, und Modelle wie eben das Grundeinkommen sind da schon der richtige Samen.<br />
(Es wäre aber schon spannend, darüber nachzudenken, welche Machtstrukturen denn wirklich erhalten blieben, und welche nicht. Die Politik könnte zum Beispiel wesentlich freier agieren, wenn der Wille der Wähler plötzlich ein trifftigerer Grund für eine Entscheidung wäre, als der Wille der größten Parteispender&#8230;)</p>
<p>Mir kommt es nur darauf an, auch in Gedanken nicht beim Grundeinkommen stehen zu bleiben, sondern sich bewußt zu werden, dass das Geld nicht ein notwendiges Übel mit kleinen Fehlern, sondern ein unnötiges Übel mit grundsätzlichen Fehlern ist.</p>
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	<item>
		<title>By: Malibu Aircraft</title>
		<link>http://instant-eistee.de/2009/07/linke-arroganz/comment-page-1/#comment-256</link>
		<dc:creator>Malibu Aircraft</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jul 2009 12:01:57 +0000</pubDate>
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		<description>Ich glaube, wir sind eigentlich gar nicht weit auseinander. Aber ich habe das Gefühl, wir tanzen ein bisschen zwischen Kapitalismus im engeren und im weiteren Sinn hin und her. Die "Instanz", auf die du ansprichst kommt halt meiner Meinung nach nicht zwangsläufig von Kapitalismus im engeren Sinn.
Vielleicht sollte ich auch mein "Statement" korrigieren, dass ich mir eine Welt ohne Geld überhaupt nicht vorstellen könnte. Mich nerven nur diese Leute, die den Eindruck erwecken, alles was man tun müsste, ist  das Geld (/den Kapitalismus, wobei tunlichst vermieden wird genau zu sagen, welche Definition sie damit genau meinen) von heute auf morgen abzuschaffen und alles ist gut. Nur, wenn man das täte, bleiben die momentanen Machtstrukturen genauso bestehen und es würde sich schon bald ein neues, möglicherweise noch repressiveres und ungerechteres System entwickeln.
Ich denke, es geht darum einen Plan zu haben und eine Richtung in eine gerechtere Welt einzuschlagen und wenn am Ende völlige Kapitalismuslosigkeit funktioniert, wunderbar!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich glaube, wir sind eigentlich gar nicht weit auseinander. Aber ich habe das Gefühl, wir tanzen ein bisschen zwischen Kapitalismus im engeren und im weiteren Sinn hin und her. Die &#8220;Instanz&#8221;, auf die du ansprichst kommt halt meiner Meinung nach nicht zwangsläufig von Kapitalismus im engeren Sinn.<br />
Vielleicht sollte ich auch mein &#8220;Statement&#8221; korrigieren, dass ich mir eine Welt ohne Geld überhaupt nicht vorstellen könnte. Mich nerven nur diese Leute, die den Eindruck erwecken, alles was man tun müsste, ist  das Geld (/den Kapitalismus, wobei tunlichst vermieden wird genau zu sagen, welche Definition sie damit genau meinen) von heute auf morgen abzuschaffen und alles ist gut. Nur, wenn man das täte, bleiben die momentanen Machtstrukturen genauso bestehen und es würde sich schon bald ein neues, möglicherweise noch repressiveres und ungerechteres System entwickeln.<br />
Ich denke, es geht darum einen Plan zu haben und eine Richtung in eine gerechtere Welt einzuschlagen und wenn am Ende völlige Kapitalismuslosigkeit funktioniert, wunderbar!</p>
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	<item>
		<title>By: Sims Alabim</title>
		<link>http://instant-eistee.de/2009/07/linke-arroganz/comment-page-1/#comment-255</link>
		<dc:creator>Sims Alabim</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2009 07:52:01 +0000</pubDate>
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		<description>Ich finde es ja immer lustig, wenn sich eine Diskussion völlig vom Ausgangspunkt wegbewegt. Und für einen eigenen Eintrag habe ich im Augenblick gar nicht die Nerven.

Versorgungsengpässe mit medizinischem Gerät ist jetzt kein Thema, mit dem ich mich auseinandergesetzt hätte, ich kann mir aber vorstellen, dass der Grund dafür eher darin liegt, dass die Kaufkraft derer, die es brauchen können, nicht groß genug ist, um den Industriezweig aufblühen zu lassen - sollte es tatsächlich daran liegen, dass gewisse Isotope nur in sehr geringen Mengen herstellbar sind, ist das ja dann kein Problem der Geldwirtschaft und wäre - so oder so - eher eine Frage der sinnvoll organisierten Verteilung. Und dann sollte doch in jedem Fall die Frage, wer es dringender benötigt, im Vordergrund stehen, und nicht, wer mehr dafür bezahlen kann.

Ich glaube ja tatsächlich, dass dieser ungeheuer hohe Wert, den wir unserer Freizeit beimessen, vor allem damit zu tun hat, dass wir alle die Tatsache, arbeiten zu müssen, als so bedrückend empfinden. Vom Standpunkt einer Gesellschaft aus gesehen, in der Arbeit lebensnotwendig ist, und "Selbstverwirklichung" etwas ist, was man sich in der Freizeit leisten können muss, kann man natürlich glauben, dass jeder Mensch, wenn er die Wahl hätte, nur noch Freizeitaktivitäten nachgehen würde. 
Vielleicht gehe ich auch tatsächlich zu sehr von mir aus, aber ich glaube, dass sich in einer geldlosen oder geldunabhängigeren Gesellschaft dieses Problem ganz anders stellen würde. Wenn man mit jeder Arbeit gleich viel verdienen würde, würden viel mehr Menschen die Arbeit tun, die ihnen liegt, und die sie für sinnvoll halten, anstatt nur zu schreien: "Yippie, Freizeit!" Ich halte den Menschen ja tatsächlich für so gestrickt, dass er eigentlich eine Aufgabe möchte.

Natürlich kann man sagen: Dann werden vielleicht alle Filme drehen und Bücher schreiben, und keiner macht mehr die Müllabfuhr.
Gut: Aber eine Gesellschaft, die in der Lage ist, Atome zu spalten und die Herstellung eines Autos Robotern zu überlassen, wird es wohl auch hinbekommen, ein Müllverwertungssystem zu entwerfen, das menschenwürdig bedient werden kann. (Oder endlich einmal darüber nachdenken, dass so ein Problem an der Quelle, sprich bei den Herstellern gelöst werden muss, und nicht beim Verbraucher).

Ich glaube, wenn es keine verarmte Masse mehr gibt, die gezwungen ist, für ein erbärmliches Existenzsminimum jede Drecksarbeit zu machen, wird das noch viel mehr Anlass zu echtem Fortschritt sein, als wenn Gewinnmaximierung der einzie Anreiz ist.

Ich gebe allerdings zu, dass das der heikelste Punkt der ganzen Überlegung ist: Wie gleicht man das (zu erwartende) Ungleichgewicht aus zwischen den Arbeiten, die nun einmal verrichtet werden müssen, und denen, für die sich die Menschen aus freien Stücken begeistern? Man könnte natürlich sagen: Wer sich für einen undankbaren Job meldet, muss dafür erheblich weniger Arbeitsstunden ableisten. Dann würde man zwar tatsächlich der Arbeit wieder unterschiedlichen Wert beimessen, allerdings würde der nur noch darin bestehen, wieviel Freizeit ein Mensch hat, und nicht, was er sich in dieser Freizeit überhaupt leisten kann. 

Vor allem aber muss man sich darüber klar werden: Derzeit leben wir ebenfalls unter einer Instanz, die uns zur Arbeit zwingt. Nur ist diese Instanz erheblich ungerechter, weil sie diejenigen bevorzugt, deren Eltern reich sind, die studieren konnten, die das Glück hatten, Popstar zu werden, oder die skrupellos genug sind, ihr Glück auf dem Rücken anderer zu machen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich finde es ja immer lustig, wenn sich eine Diskussion völlig vom Ausgangspunkt wegbewegt. Und für einen eigenen Eintrag habe ich im Augenblick gar nicht die Nerven.</p>
<p>Versorgungsengpässe mit medizinischem Gerät ist jetzt kein Thema, mit dem ich mich auseinandergesetzt hätte, ich kann mir aber vorstellen, dass der Grund dafür eher darin liegt, dass die Kaufkraft derer, die es brauchen können, nicht groß genug ist, um den Industriezweig aufblühen zu lassen - sollte es tatsächlich daran liegen, dass gewisse Isotope nur in sehr geringen Mengen herstellbar sind, ist das ja dann kein Problem der Geldwirtschaft und wäre - so oder so - eher eine Frage der sinnvoll organisierten Verteilung. Und dann sollte doch in jedem Fall die Frage, wer es dringender benötigt, im Vordergrund stehen, und nicht, wer mehr dafür bezahlen kann.</p>
<p>Ich glaube ja tatsächlich, dass dieser ungeheuer hohe Wert, den wir unserer Freizeit beimessen, vor allem damit zu tun hat, dass wir alle die Tatsache, arbeiten zu müssen, als so bedrückend empfinden. Vom Standpunkt einer Gesellschaft aus gesehen, in der Arbeit lebensnotwendig ist, und &#8220;Selbstverwirklichung&#8221; etwas ist, was man sich in der Freizeit leisten können muss, kann man natürlich glauben, dass jeder Mensch, wenn er die Wahl hätte, nur noch Freizeitaktivitäten nachgehen würde.<br />
Vielleicht gehe ich auch tatsächlich zu sehr von mir aus, aber ich glaube, dass sich in einer geldlosen oder geldunabhängigeren Gesellschaft dieses Problem ganz anders stellen würde. Wenn man mit jeder Arbeit gleich viel verdienen würde, würden viel mehr Menschen die Arbeit tun, die ihnen liegt, und die sie für sinnvoll halten, anstatt nur zu schreien: &#8220;Yippie, Freizeit!&#8221; Ich halte den Menschen ja tatsächlich für so gestrickt, dass er eigentlich eine Aufgabe möchte.</p>
<p>Natürlich kann man sagen: Dann werden vielleicht alle Filme drehen und Bücher schreiben, und keiner macht mehr die Müllabfuhr.<br />
Gut: Aber eine Gesellschaft, die in der Lage ist, Atome zu spalten und die Herstellung eines Autos Robotern zu überlassen, wird es wohl auch hinbekommen, ein Müllverwertungssystem zu entwerfen, das menschenwürdig bedient werden kann. (Oder endlich einmal darüber nachdenken, dass so ein Problem an der Quelle, sprich bei den Herstellern gelöst werden muss, und nicht beim Verbraucher).</p>
<p>Ich glaube, wenn es keine verarmte Masse mehr gibt, die gezwungen ist, für ein erbärmliches Existenzsminimum jede Drecksarbeit zu machen, wird das noch viel mehr Anlass zu echtem Fortschritt sein, als wenn Gewinnmaximierung der einzie Anreiz ist.</p>
<p>Ich gebe allerdings zu, dass das der heikelste Punkt der ganzen Überlegung ist: Wie gleicht man das (zu erwartende) Ungleichgewicht aus zwischen den Arbeiten, die nun einmal verrichtet werden müssen, und denen, für die sich die Menschen aus freien Stücken begeistern? Man könnte natürlich sagen: Wer sich für einen undankbaren Job meldet, muss dafür erheblich weniger Arbeitsstunden ableisten. Dann würde man zwar tatsächlich der Arbeit wieder unterschiedlichen Wert beimessen, allerdings würde der nur noch darin bestehen, wieviel Freizeit ein Mensch hat, und nicht, was er sich in dieser Freizeit überhaupt leisten kann. </p>
<p>Vor allem aber muss man sich darüber klar werden: Derzeit leben wir ebenfalls unter einer Instanz, die uns zur Arbeit zwingt. Nur ist diese Instanz erheblich ungerechter, weil sie diejenigen bevorzugt, deren Eltern reich sind, die studieren konnten, die das Glück hatten, Popstar zu werden, oder die skrupellos genug sind, ihr Glück auf dem Rücken anderer zu machen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Malibu Aircraft</title>
		<link>http://instant-eistee.de/2009/07/linke-arroganz/comment-page-1/#comment-254</link>
		<dc:creator>Malibu Aircraft</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jul 2009 22:58:08 +0000</pubDate>
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		<description>Wie gesagt, ich bin erstaunt über deinen Optimismus. Bereits jetzt gibt es ständig Engpässe in der Versorgung mit medizinischen und forschungsrelevanten Gerätschaften und Substanzen, manchmal sogar weltweit, wie jetzt gerade z.B. im Bezug auf medizinisch nutzbare radioaktive Isotope. Ich hätte übrigens gern ein Multiphotonenmikroskop, aber ich bin sicher andere können es besser gebrauchen. Und wer sagt denn, dass ich mein Zeug in MEINEN Hobbyraum stellen muss. Wir reden hier ja auch von der Abschaffung von Besitz im herkömlichen Sinne, wenn ich dich richtig verstanden habe.
Und wer sagt, dass man nur herumgammeln müsste, wenn man sich jede Freizeitbeschäftigung nur zu nehmen braucht. Ich weiß nicht, wieviele Menschen vollständig glücklich und erfüllt wären. Aber ich kenne genug, die glücklicher wären oder meinen, dass sie glücklicher wären, wenn sie nichts tun müssten (mich möglicherweise eingeschlossen).
Wie kann denn eine Instanz entscheiden, ob jeder seinen Teil beiträgt, wenn sie NICHT der Arbeit von Menschen unterschiedliche Werte beimisst? Und wie genau sollte das dann aussehen? Kann diese Instanz dann auch Arbeit zuteilen? Und was ist, wenn ich mit der mir zugeteilten Arbeit nicht zufrieden bin? Kann sie Leute zur Arbeit zwingen?
Ich habe halt das Gefühl, dieses Modell geht davon aus, dass sich alle verantwortlich verhalten. Es reicht aber aus, wenn ein paar sich vollkommen und vollständig unverantworlich verhalten, um es zu Fall zu bringen.
Interessante Grundsatzdiskussion jedenfalls. Lohnt vielleicht einen Extra-Eintrag.
Bedingungsloses Grundeinkommen find ich prinizipiell spitze, möglicherweise noch mit möglichst unbürokratischer Bedarfsorientierung.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wie gesagt, ich bin erstaunt über deinen Optimismus. Bereits jetzt gibt es ständig Engpässe in der Versorgung mit medizinischen und forschungsrelevanten Gerätschaften und Substanzen, manchmal sogar weltweit, wie jetzt gerade z.B. im Bezug auf medizinisch nutzbare radioaktive Isotope. Ich hätte übrigens gern ein Multiphotonenmikroskop, aber ich bin sicher andere können es besser gebrauchen. Und wer sagt denn, dass ich mein Zeug in MEINEN Hobbyraum stellen muss. Wir reden hier ja auch von der Abschaffung von Besitz im herkömlichen Sinne, wenn ich dich richtig verstanden habe.<br />
Und wer sagt, dass man nur herumgammeln müsste, wenn man sich jede Freizeitbeschäftigung nur zu nehmen braucht. Ich weiß nicht, wieviele Menschen vollständig glücklich und erfüllt wären. Aber ich kenne genug, die glücklicher wären oder meinen, dass sie glücklicher wären, wenn sie nichts tun müssten (mich möglicherweise eingeschlossen).<br />
Wie kann denn eine Instanz entscheiden, ob jeder seinen Teil beiträgt, wenn sie NICHT der Arbeit von Menschen unterschiedliche Werte beimisst? Und wie genau sollte das dann aussehen? Kann diese Instanz dann auch Arbeit zuteilen? Und was ist, wenn ich mit der mir zugeteilten Arbeit nicht zufrieden bin? Kann sie Leute zur Arbeit zwingen?<br />
Ich habe halt das Gefühl, dieses Modell geht davon aus, dass sich alle verantwortlich verhalten. Es reicht aber aus, wenn ein paar sich vollkommen und vollständig unverantworlich verhalten, um es zu Fall zu bringen.<br />
Interessante Grundsatzdiskussion jedenfalls. Lohnt vielleicht einen Extra-Eintrag.<br />
Bedingungsloses Grundeinkommen find ich prinizipiell spitze, möglicherweise noch mit möglichst unbürokratischer Bedarfsorientierung.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Sims Alabim</title>
		<link>http://instant-eistee.de/2009/07/linke-arroganz/comment-page-1/#comment-253</link>
		<dc:creator>Sims Alabim</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jul 2009 18:34:49 +0000</pubDate>
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		<description>In Deinem Beispiel mit dem medizinischen Gerät würdest Du ja davon ausgehen, dass jeder Idiot sich ein medizinisches Fachgerät nach Hause bestellt, einfach nur, weil es ihn nichts kostet, so dass dann die Lager leer stehen, wenn der Medizinier sich meldet, der es wirklich brauchen könnte. 
Das glaube ich weniger. Bei anderen Luxusgütern ist schon vorstellbar, dass eine Nachfrage entstehen könnte, die die tatsächlichen Kapazitäten der Hersteller übersteigt (aus irgendeinem Grund fallen mir hier immer Segelyachten ein), aber generell glaube ich nicht, dass es von irgendeinem Produkt, das auch nur halbwegs von einem gehobenen Lebensstandart nicht wegzudenken ist, jemals nicht genug für alle Interessenten geben könnte.
Und ich glaube kaum, dass jeder Mensch einen eigenen Kernspintomographen bei sich im Hobbykeller stehen haben möchte.

Und Mal ganz ehrlich: Wieviele Menschen kennst Du, die ein erfülltes und glückliches Leben hätten, wenn sie nichts anderes tun würden, als herumgammeln? 

Zudem muss es sicherlich eine Instanz geben, die sicher stellt, dass die nötige Arbeit getan wird, und dass jeder seinen Teil dazu beiträgt. Aber das sollte sich auf Organisatorisches beschränken, und nicht der Arbeit von Menschen unterschiedliche Werte beimessen.

Zu Deiner letzten Frage fällt mir das schon öfter von mir erwähnte Konzept des "Bedingungslosen Grundeinkommens" ein. Das wäre für mich generell ein Schritt in die richtige (Denk-) Richtung.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>In Deinem Beispiel mit dem medizinischen Gerät würdest Du ja davon ausgehen, dass jeder Idiot sich ein medizinisches Fachgerät nach Hause bestellt, einfach nur, weil es ihn nichts kostet, so dass dann die Lager leer stehen, wenn der Medizinier sich meldet, der es wirklich brauchen könnte.<br />
Das glaube ich weniger. Bei anderen Luxusgütern ist schon vorstellbar, dass eine Nachfrage entstehen könnte, die die tatsächlichen Kapazitäten der Hersteller übersteigt (aus irgendeinem Grund fallen mir hier immer Segelyachten ein), aber generell glaube ich nicht, dass es von irgendeinem Produkt, das auch nur halbwegs von einem gehobenen Lebensstandart nicht wegzudenken ist, jemals nicht genug für alle Interessenten geben könnte.<br />
Und ich glaube kaum, dass jeder Mensch einen eigenen Kernspintomographen bei sich im Hobbykeller stehen haben möchte.</p>
<p>Und Mal ganz ehrlich: Wieviele Menschen kennst Du, die ein erfülltes und glückliches Leben hätten, wenn sie nichts anderes tun würden, als herumgammeln? </p>
<p>Zudem muss es sicherlich eine Instanz geben, die sicher stellt, dass die nötige Arbeit getan wird, und dass jeder seinen Teil dazu beiträgt. Aber das sollte sich auf Organisatorisches beschränken, und nicht der Arbeit von Menschen unterschiedliche Werte beimessen.</p>
<p>Zu Deiner letzten Frage fällt mir das schon öfter von mir erwähnte Konzept des &#8220;Bedingungslosen Grundeinkommens&#8221; ein. Das wäre für mich generell ein Schritt in die richtige (Denk-) Richtung.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Malibu Aircraft</title>
		<link>http://instant-eistee.de/2009/07/linke-arroganz/comment-page-1/#comment-252</link>
		<dc:creator>Malibu Aircraft</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jul 2009 08:46:52 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://instant-eistee.de/?p=639#comment-252</guid>
		<description>Und eben da bin ich eben um einiges pessimistischer. Angenommen jemand, sagen wir ein Wissenschaftler oder ein Mediziner, bestellt ein Gerät, dass er zu Untersuchungen braucht, das er aber nicht selber oder irgendjemand in seinem Umfeld herstellen kann. Glaubst du nicht, dass wer immer die Dinger ausliefert, zu diesem Zeitpunkt bereits ein leeres Lager hat, wenn er nichts verlangt? Ich habe einfach noch nicht soviel Vertrauen in die Menschheit (mich eingeschlossen). Meiner Vermutung nach wird das bestenfalls so aussehen, dass die Mehrheit einfach herumliegt und das Leben genießt, während eine kleine Minderheit aus ihrem sozialen Verantwortungsgefühl heraus sich den Arsch abackert, damit nicht alles vollständig zusammenbricht. 
Wie gesagt, wir beziehen uns hier ja nur auf ein Szenario in dem nichts Geldartiges existiert und das kann ich mir einfach nicht vorstellen, auf jeden Fall nicht von heute auf morgen. Eine interessantere Frage wäre für mich: Gibt es einen Weg, wie wir uns in eine Gesellschaft verwandeln könnten, in der sich dies vorstellen lässt und wenn ja, wie.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Und eben da bin ich eben um einiges pessimistischer. Angenommen jemand, sagen wir ein Wissenschaftler oder ein Mediziner, bestellt ein Gerät, dass er zu Untersuchungen braucht, das er aber nicht selber oder irgendjemand in seinem Umfeld herstellen kann. Glaubst du nicht, dass wer immer die Dinger ausliefert, zu diesem Zeitpunkt bereits ein leeres Lager hat, wenn er nichts verlangt? Ich habe einfach noch nicht soviel Vertrauen in die Menschheit (mich eingeschlossen). Meiner Vermutung nach wird das bestenfalls so aussehen, dass die Mehrheit einfach herumliegt und das Leben genießt, während eine kleine Minderheit aus ihrem sozialen Verantwortungsgefühl heraus sich den Arsch abackert, damit nicht alles vollständig zusammenbricht.<br />
Wie gesagt, wir beziehen uns hier ja nur auf ein Szenario in dem nichts Geldartiges existiert und das kann ich mir einfach nicht vorstellen, auf jeden Fall nicht von heute auf morgen. Eine interessantere Frage wäre für mich: Gibt es einen Weg, wie wir uns in eine Gesellschaft verwandeln könnten, in der sich dies vorstellen lässt und wenn ja, wie.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Sims Alabim</title>
		<link>http://instant-eistee.de/2009/07/linke-arroganz/comment-page-1/#comment-251</link>
		<dc:creator>Sims Alabim</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Jul 2009 21:21:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://instant-eistee.de/?p=639#comment-251</guid>
		<description>Es ist schon gut erklärbar, aus welchen praktischen Gesichtspunkten das Geld entstanden ist, aber in unserer heutigen Zeit könnten die locker alle wegfallen.
Das Problem ist ja schon der Gedanke, dem Pferd oder den Kartoffeln einen Vergleichswert zuzumessen. Anstatt darüber nachzudenken, mit wievielen Kartoffeln sich ein Pferd aufwiegen lässt, sollte folgender, simpler Grundsatz gelten: Die ARBEIT eines Menschen ist immer gleich viel Wert, egal ob er auf dem Acker Kartoffeln anbaut, oder auf dem Gutshof Pferde züchtet. Deswegen sollte jeder Kartoffelbauer auch das Recht haben, sich so viele Pferde wie er braucht in seinen Stall zu stellen, und jeder Pferdezüchter sollte das Recht haben, so viele Kartoffeln zu futtern, wie er Hunger hat.
Die einzige organisatorische Schwierigkeit sollte eigentlich nur im Verteilungsmechanismus bestehen, nicht in der Ermittlung der Tatsache, wer überhaupt schon genug gearbeitet hat, um sich das Recht auf die Früchte der Arbeit anderer zu erwerben.
Dieses Modell geht natürlich von zwei diskutablen Annahmen aus: 1. Dass wir Menschen (insgesamt gesehen) genug wirtschaftliche Kapazitäten haben, um uns komplett selbst mit allem Nötigen und Unnötigen versorgen zu können, und 2. dass Menschen auch dann dazu bereit sind, ordentliche Arbeit zu machen, wenn ihre Existenz auch ohne dies gesichert wäre. Beides halte ich persönlich für wahr.

Natürlich ist mein Modell bewußt radikal naiv gedacht. Aber ich glaube, ohne eine gesunde Portion Naivität kriegen wir diesen gordischen Knoten nicht zerhauen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist schon gut erklärbar, aus welchen praktischen Gesichtspunkten das Geld entstanden ist, aber in unserer heutigen Zeit könnten die locker alle wegfallen.<br />
Das Problem ist ja schon der Gedanke, dem Pferd oder den Kartoffeln einen Vergleichswert zuzumessen. Anstatt darüber nachzudenken, mit wievielen Kartoffeln sich ein Pferd aufwiegen lässt, sollte folgender, simpler Grundsatz gelten: Die ARBEIT eines Menschen ist immer gleich viel Wert, egal ob er auf dem Acker Kartoffeln anbaut, oder auf dem Gutshof Pferde züchtet. Deswegen sollte jeder Kartoffelbauer auch das Recht haben, sich so viele Pferde wie er braucht in seinen Stall zu stellen, und jeder Pferdezüchter sollte das Recht haben, so viele Kartoffeln zu futtern, wie er Hunger hat.<br />
Die einzige organisatorische Schwierigkeit sollte eigentlich nur im Verteilungsmechanismus bestehen, nicht in der Ermittlung der Tatsache, wer überhaupt schon genug gearbeitet hat, um sich das Recht auf die Früchte der Arbeit anderer zu erwerben.<br />
Dieses Modell geht natürlich von zwei diskutablen Annahmen aus: 1. Dass wir Menschen (insgesamt gesehen) genug wirtschaftliche Kapazitäten haben, um uns komplett selbst mit allem Nötigen und Unnötigen versorgen zu können, und 2. dass Menschen auch dann dazu bereit sind, ordentliche Arbeit zu machen, wenn ihre Existenz auch ohne dies gesichert wäre. Beides halte ich persönlich für wahr.</p>
<p>Natürlich ist mein Modell bewußt radikal naiv gedacht. Aber ich glaube, ohne eine gesunde Portion Naivität kriegen wir diesen gordischen Knoten nicht zerhauen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Malibu Aircraft</title>
		<link>http://instant-eistee.de/2009/07/linke-arroganz/comment-page-1/#comment-249</link>
		<dc:creator>Malibu Aircraft</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Jul 2009 17:54:18 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://instant-eistee.de/?p=639#comment-249</guid>
		<description>Ich halte es in sofern prinzipiell nicht für schlecht, als dass ich finde, dass es durchaus Sinn macht, einen Wertmittler zu haben. Kapitalismus könnte z.B. so enstanden sein: Paar Dörfer, Markt, die Leute tauschen Zeug gegen Zeug. Jetzt macht es doch durchaus Sinn nicht jedesmal einen Sack Kartoffeln mit sich rumschleppen zu müssen, sondern stattdessen eben irgendwas geldartiges zu benutzen, schlicht aus organisatorischen und praktischen Gründen. Mehr noch: Davor waren möglicherweise die Kartoffeln "geldartig" in dem eben der "Wert" von Eseln, Samen, etc. primär zu Vergleichszwecken in Kartoffeln ausgedrückt wurde. Ich behaupte, dass solange wir Dingen und Leistungen unterschiedliche "Werte" zumessen, es auch immer eine Form der Geldes geben wird. Und ich kann mir eine Gesellschaft in der das überhaupt nicht der Fall ist, eigentlich nicht vorstellen, also in der wir sagen würden: Diese zwei Kartoffeln sind genausoviel wert wie das Pferd da.
Ich würde dir trotzdem zustimmen, dass jede Form des Geldes die sehr starke Tendenz hat, genau die zwei Nachteile, die du genannt hast, früher oder später zu entwickeln. Leider sehe ich (und ich weiß wie ärmlich und klischeehaft sich das anhört) keine funktionierende Alternative, zumindest im Bezug auf diesen "grundsätzlichen Kapitalismus". Ich glaube(/hoffe) aber schon, dass rein theoretisch(!) eine soziale Gesellschaft diese beiden "Fehler" fast vollständig ausgleichen können müsste.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich halte es in sofern prinzipiell nicht für schlecht, als dass ich finde, dass es durchaus Sinn macht, einen Wertmittler zu haben. Kapitalismus könnte z.B. so enstanden sein: Paar Dörfer, Markt, die Leute tauschen Zeug gegen Zeug. Jetzt macht es doch durchaus Sinn nicht jedesmal einen Sack Kartoffeln mit sich rumschleppen zu müssen, sondern stattdessen eben irgendwas geldartiges zu benutzen, schlicht aus organisatorischen und praktischen Gründen. Mehr noch: Davor waren möglicherweise die Kartoffeln &#8220;geldartig&#8221; in dem eben der &#8220;Wert&#8221; von Eseln, Samen, etc. primär zu Vergleichszwecken in Kartoffeln ausgedrückt wurde. Ich behaupte, dass solange wir Dingen und Leistungen unterschiedliche &#8220;Werte&#8221; zumessen, es auch immer eine Form der Geldes geben wird. Und ich kann mir eine Gesellschaft in der das überhaupt nicht der Fall ist, eigentlich nicht vorstellen, also in der wir sagen würden: Diese zwei Kartoffeln sind genausoviel wert wie das Pferd da.<br />
Ich würde dir trotzdem zustimmen, dass jede Form des Geldes die sehr starke Tendenz hat, genau die zwei Nachteile, die du genannt hast, früher oder später zu entwickeln. Leider sehe ich (und ich weiß wie ärmlich und klischeehaft sich das anhört) keine funktionierende Alternative, zumindest im Bezug auf diesen &#8220;grundsätzlichen Kapitalismus&#8221;. Ich glaube(/hoffe) aber schon, dass rein theoretisch(!) eine soziale Gesellschaft diese beiden &#8220;Fehler&#8221; fast vollständig ausgleichen können müsste.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Sims Alabim</title>
		<link>http://instant-eistee.de/2009/07/linke-arroganz/comment-page-1/#comment-248</link>
		<dc:creator>Sims Alabim</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Jul 2009 17:50:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://instant-eistee.de/?p=639#comment-248</guid>
		<description>Auch ich würde Kapitalismus im weiteren Sinne als jedes System definieren, in dem konstruktive Beiträge zur Gesellschaft (Arbeit) nicht unmittelbar durch eine gesicherte soziale Stellung, sondern mittelbar mit Geld abgegolten werden. Und das halte ich für prinzipiell falsch.

Warum ich das tue sollte vielleicht einmal Gegenstand eines längeren Beitrags sein. Kurz gesagt, hat das Geldsystem für mich zwei ganz grundlegende Fehler: 1. Es bewertet nicht die Arbeit, die ein Mensch verrichtet, sondern nur deren Endergebnis. Dadurch beeinflußen die Befähigungen eines Menschen seinen gesellschaftlichen Wert stärker, als seine grundsätzliche Bereitschaft, etwas zur Gesellschaft beizutragen. 2. Geld hat ein Eigenleben, das unabhängig geworden ist von den Gegenwerten, die es eigentlich repräsentieren soll. Dadurch wird erst das Ungleichgewicht möglich, dass jemand mehr Geld besitzen kann, als wofür er in seinem Leben allein mit seiner Hände Arbeit als materiellen Gegenwert zu erschaffen im Stande wäre. 
Jeder Sozialstaat, jedes gesellschaftliche Regelwerk, das wir uns seit der Aufhebung der mittelalterlichen Stände geschaffen haben, ist ein mehr oder weniger langlebiger Versuch, den fatalen Folgen dieser zwei Grundsatzfehler entgegenzuwirken.

Bei der Definition im engeren Sinne (Big Banks, Multis, etc.) würde ich Dir zustimmen: Das könnte, wenn wir Glück haben, bald durch etwas unwesentlich Besseres ersetzt werden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Auch ich würde Kapitalismus im weiteren Sinne als jedes System definieren, in dem konstruktive Beiträge zur Gesellschaft (Arbeit) nicht unmittelbar durch eine gesicherte soziale Stellung, sondern mittelbar mit Geld abgegolten werden. Und das halte ich für prinzipiell falsch.</p>
<p>Warum ich das tue sollte vielleicht einmal Gegenstand eines längeren Beitrags sein. Kurz gesagt, hat das Geldsystem für mich zwei ganz grundlegende Fehler: 1. Es bewertet nicht die Arbeit, die ein Mensch verrichtet, sondern nur deren Endergebnis. Dadurch beeinflußen die Befähigungen eines Menschen seinen gesellschaftlichen Wert stärker, als seine grundsätzliche Bereitschaft, etwas zur Gesellschaft beizutragen. 2. Geld hat ein Eigenleben, das unabhängig geworden ist von den Gegenwerten, die es eigentlich repräsentieren soll. Dadurch wird erst das Ungleichgewicht möglich, dass jemand mehr Geld besitzen kann, als wofür er in seinem Leben allein mit seiner Hände Arbeit als materiellen Gegenwert zu erschaffen im Stande wäre.<br />
Jeder Sozialstaat, jedes gesellschaftliche Regelwerk, das wir uns seit der Aufhebung der mittelalterlichen Stände geschaffen haben, ist ein mehr oder weniger langlebiger Versuch, den fatalen Folgen dieser zwei Grundsatzfehler entgegenzuwirken.</p>
<p>Bei der Definition im engeren Sinne (Big Banks, Multis, etc.) würde ich Dir zustimmen: Das könnte, wenn wir Glück haben, bald durch etwas unwesentlich Besseres ersetzt werden.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Malibu Aircraft</title>
		<link>http://instant-eistee.de/2009/07/linke-arroganz/comment-page-1/#comment-247</link>
		<dc:creator>Malibu Aircraft</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Jul 2009 14:13:04 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://instant-eistee.de/?p=639#comment-247</guid>
		<description>Ich glaube schon, dass er glaubt, dass wir letztendlich nicht die Sklaven unserer Gene sind. Ich denke, dass war teilweise was er mit der Memtheorie zu erklären versuchte. Dass also gewissermaßen eine zweite, viel schnellere "Evolution" stattfindet, in denen Gehirne die Replikatoren der Meme sind, im Gegensatz zu Körper als Replikatoren der Gene. Kurz gesagt kann ein Mem fast alles sein. Eine Idee, eine Information, eine Ideologie und es gibt verschiedene Gründe warum sich manche Meme besser durchsetzen als andere. Letztendlich zeugt das von einer Komplexität unserer Gehirne mit der die Genevolution gewissermaßen nicht "gerechnet" hat.
Persönlich bin ich jetzt nich son Fan der Memtheorie, weil der Membegriff noch etwas willkürlich definiert wird, aber ich glaube auch, dass irgendwo ein qualitativer Sprung in der Entwicklung unserer Gehirne passiert ist, der es uns ermöglicht, mit vollem Bewusstsein dem "Willen" unserer Gene zuwider zu handeln, welcher natürlich irgendwo z.B. in Form von Instinkten, etc. trotzdem noch in uns drin ist. (Wiederum sind ja auch nicht alle Instinkte schlecht.)
Zum Kapitalismus wollt ich nur noch sagen, dass ich persönlich Kapitalismus als alles was mit Geld oder einem vergleichbaren "Wert"träger zu tun hat, definiere. In diesem Sinne würde ich auch nicht sagen, dass Kapitalismus prinzipiell schlecht ist. Wenn man aber natürlich die Sache mehr im Sinne von Big Banks, Multis, WTO und dem ganzen Kram definiert (wobei - again: Problem der unscharfen Definition), würde ich mein Statement obern gerne verbessern. DIESES System könnte sich durchaus schon sehr bald ändern.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich glaube schon, dass er glaubt, dass wir letztendlich nicht die Sklaven unserer Gene sind. Ich denke, dass war teilweise was er mit der Memtheorie zu erklären versuchte. Dass also gewissermaßen eine zweite, viel schnellere &#8220;Evolution&#8221; stattfindet, in denen Gehirne die Replikatoren der Meme sind, im Gegensatz zu Körper als Replikatoren der Gene. Kurz gesagt kann ein Mem fast alles sein. Eine Idee, eine Information, eine Ideologie und es gibt verschiedene Gründe warum sich manche Meme besser durchsetzen als andere. Letztendlich zeugt das von einer Komplexität unserer Gehirne mit der die Genevolution gewissermaßen nicht &#8220;gerechnet&#8221; hat.<br />
Persönlich bin ich jetzt nich son Fan der Memtheorie, weil der Membegriff noch etwas willkürlich definiert wird, aber ich glaube auch, dass irgendwo ein qualitativer Sprung in der Entwicklung unserer Gehirne passiert ist, der es uns ermöglicht, mit vollem Bewusstsein dem &#8220;Willen&#8221; unserer Gene zuwider zu handeln, welcher natürlich irgendwo z.B. in Form von Instinkten, etc. trotzdem noch in uns drin ist. (Wiederum sind ja auch nicht alle Instinkte schlecht.)<br />
Zum Kapitalismus wollt ich nur noch sagen, dass ich persönlich Kapitalismus als alles was mit Geld oder einem vergleichbaren &#8220;Wert&#8221;träger zu tun hat, definiere. In diesem Sinne würde ich auch nicht sagen, dass Kapitalismus prinzipiell schlecht ist. Wenn man aber natürlich die Sache mehr im Sinne von Big Banks, Multis, WTO und dem ganzen Kram definiert (wobei - again: Problem der unscharfen Definition), würde ich mein Statement obern gerne verbessern. DIESES System könnte sich durchaus schon sehr bald ändern.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Sims Alabim</title>
		<link>http://instant-eistee.de/2009/07/linke-arroganz/comment-page-1/#comment-246</link>
		<dc:creator>Sims Alabim</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jul 2009 09:46:33 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://instant-eistee.de/?p=639#comment-246</guid>
		<description>Nachtrag:

Je länger ich darüber nachdenke, um so mehr frage ich mich, ob Dawkins nicht im Gegenteil sogar viel dazu beitragen könnte, dem "Sozialdarwinismus" entgegen zu wirken. Wenn wir unsere Verhaltensweisen tatsächlich als aus einem recht rigorosen Naturprinzip abgeleitet begreifen, könnte das nicht eher den Ansporn dazu geben, diese über Bord zu werfen und zu neuen Ufern aufzubrechen, einfach weil wir es durch unser hochentwickeltes Bewußtsein vielleicht KÖNNTEN?

Diese Diskussion hielte ich persönlich für angemessener (weil sie vielleicht auch weiter führen könnte), als das Gewese um seinen vermeintlichen Gegenbeweis für die Existenz Gottes. Seine Attacke auf die Religion scheint aber das einzige zu sein, was wirklich Breitenwirkung hat. Ich halte das aber nicht für das brennendste Thema, weil es doch entscheidender ist, wonach die Menschen tatsächlich handeln, und nicht, woran sie vorgeblich glauben. (Wenn nämlich die in Amerika so übermächtige Christenlobby das Christentum wirklich ernst nehmen würde, müsste sie gegen den Kapitalismus sein).

Ich sollte meinen Widerstand überwinden und doch eines seiner Bücher komplett lesen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nachtrag:</p>
<p>Je länger ich darüber nachdenke, um so mehr frage ich mich, ob Dawkins nicht im Gegenteil sogar viel dazu beitragen könnte, dem &#8220;Sozialdarwinismus&#8221; entgegen zu wirken. Wenn wir unsere Verhaltensweisen tatsächlich als aus einem recht rigorosen Naturprinzip abgeleitet begreifen, könnte das nicht eher den Ansporn dazu geben, diese über Bord zu werfen und zu neuen Ufern aufzubrechen, einfach weil wir es durch unser hochentwickeltes Bewußtsein vielleicht KÖNNTEN?</p>
<p>Diese Diskussion hielte ich persönlich für angemessener (weil sie vielleicht auch weiter führen könnte), als das Gewese um seinen vermeintlichen Gegenbeweis für die Existenz Gottes. Seine Attacke auf die Religion scheint aber das einzige zu sein, was wirklich Breitenwirkung hat. Ich halte das aber nicht für das brennendste Thema, weil es doch entscheidender ist, wonach die Menschen tatsächlich handeln, und nicht, woran sie vorgeblich glauben. (Wenn nämlich die in Amerika so übermächtige Christenlobby das Christentum wirklich ernst nehmen würde, müsste sie gegen den Kapitalismus sein).</p>
<p>Ich sollte meinen Widerstand überwinden und doch eines seiner Bücher komplett lesen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Sims Alabim</title>
		<link>http://instant-eistee.de/2009/07/linke-arroganz/comment-page-1/#comment-245</link>
		<dc:creator>Sims Alabim</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jul 2009 22:52:02 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://instant-eistee.de/?p=639#comment-245</guid>
		<description>Ich will eigentlich gar nicht auf einen bestimmten Punkt hinaus.

Ich bin über das Dawkins-Zitat nur gestolpert, weil es so absolut klingt. Vermutlich ist es in dem Zusammenhang, in dem er es gesagt hat, gar nicht einmal so radikal gemeint, aber ich finde es schon auffällig, dass in einer Zeit, die gerade als große Krise des Kapitalismus verschrien wird, jemand einen weltanschaulichen Feldzug führt, der ausgerechnet das Prinzip der Natürlichen Selektion zur einzigen gestalterischen Kraft der belebten Natur erklärt. 

Letztlich war meine Frage beinahe so naiv gemeint, wie ich sie oben gestellt habe: Wenn das wirklich stimmt, gehen dann nicht jegliche Bestrebungen, eine Gesellschaft zu schaffen, in der alle Menschen gleich viel wert sind, im Grunde gegen unsere Natur? Oder haben wir tatsächlich Chancen, uns davon vollkommen zu emanzipieren?

Das wollte ich tatsächlich, wie man so schön sagt, "einfach Mal in den Raum stellen."</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich will eigentlich gar nicht auf einen bestimmten Punkt hinaus.</p>
<p>Ich bin über das Dawkins-Zitat nur gestolpert, weil es so absolut klingt. Vermutlich ist es in dem Zusammenhang, in dem er es gesagt hat, gar nicht einmal so radikal gemeint, aber ich finde es schon auffällig, dass in einer Zeit, die gerade als große Krise des Kapitalismus verschrien wird, jemand einen weltanschaulichen Feldzug führt, der ausgerechnet das Prinzip der Natürlichen Selektion zur einzigen gestalterischen Kraft der belebten Natur erklärt. </p>
<p>Letztlich war meine Frage beinahe so naiv gemeint, wie ich sie oben gestellt habe: Wenn das wirklich stimmt, gehen dann nicht jegliche Bestrebungen, eine Gesellschaft zu schaffen, in der alle Menschen gleich viel wert sind, im Grunde gegen unsere Natur? Oder haben wir tatsächlich Chancen, uns davon vollkommen zu emanzipieren?</p>
<p>Das wollte ich tatsächlich, wie man so schön sagt, &#8220;einfach Mal in den Raum stellen.&#8221;</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Cabuflé</title>
		<link>http://instant-eistee.de/2009/07/linke-arroganz/comment-page-1/#comment-244</link>
		<dc:creator>Cabuflé</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jul 2009 20:52:50 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://instant-eistee.de/?p=639#comment-244</guid>
		<description>Mir ist leider trotzdem nicht ganz klar, worauf du hinauswillst: Dass die Annahme, natürliche Selektion sei die beste bekannte Erklärung für jegliche biologische Interaktion, falsch sein muss, weil man sie fehlinterpretieren kann? Oder dass sie zwar richtig sein mag, man das aber besser nicht so laut sagen sollte, weil irgendjemand sie fehlinterpretieren könnte?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mir ist leider trotzdem nicht ganz klar, worauf du hinauswillst: Dass die Annahme, natürliche Selektion sei die beste bekannte Erklärung für jegliche biologische Interaktion, falsch sein muss, weil man sie fehlinterpretieren kann? Oder dass sie zwar richtig sein mag, man das aber besser nicht so laut sagen sollte, weil irgendjemand sie fehlinterpretieren könnte?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Sims Alabim</title>
		<link>http://instant-eistee.de/2009/07/linke-arroganz/comment-page-1/#comment-243</link>
		<dc:creator>Sims Alabim</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jul 2009 07:47:36 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://instant-eistee.de/?p=639#comment-243</guid>
		<description>Ich wollte Dawkins diese Werturteile auch gar nicht in den Mund legen, wohl aber darauf hinweisen, dass es naheliegt, dies zu tun. Die Annahme, das Wirkungsprinzip der natürlichen Selektion sei die alleinherrschende Erklärung für jegliche Interaktion biologischer Lebensformen auf diesem Planeten, lässt sich nämlich - mit einer nicht zu hohen Dosis Ignoranz und Böswilligkeit - leicht von der Person des Richard Dawkins (oder Charles Darwin) und somit von jeglicher Moralität, die dieser daraus für sich destilliert lösen, und neuen Schlussfolgerungen zuführen.

Mich erschreckt aber viel mehr etwas anderes: Das Prinzip des Kapitalismus und des damit zwangsläufig einhergehenden "Sozialdarwinismus" braucht überhaupt keinen theoretischen Überbau, um zu funktionieren. So lange Geld existiert, so lange die Möglichkeit gegeben ist, dass ein  Mensch mehr Geld besitzt als ein anderer, so lange werden die Menschen einander bescheißen, bestehlen und übervorteilen, egal wie stolz oder verdruckst das darum herum als Camouflage errichtete Gesellschaftssystem dazu steht.

Natürlich gibt es auch noch eine ganze Reihe anderer Gründe, warum die Menschheit nicht in friedlichem Einklang miteinander lebt, aber so lange wir der Meinung sind, der Wert menschlicher Arbeit ließe sich in Geld bemessen, so lange ordnen wir uns einer relativ primitiven Form (un-)natürlicher Auslese freiwillig unter. Und haben auch noch das Gefühl, gut damit zu fahren.

Die Frage ist: Sind wir primitiv, weil wir an diesem System festhalten, oder halten wir an diesen System fest, weil wir primitiv sind?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich wollte Dawkins diese Werturteile auch gar nicht in den Mund legen, wohl aber darauf hinweisen, dass es naheliegt, dies zu tun. Die Annahme, das Wirkungsprinzip der natürlichen Selektion sei die alleinherrschende Erklärung für jegliche Interaktion biologischer Lebensformen auf diesem Planeten, lässt sich nämlich - mit einer nicht zu hohen Dosis Ignoranz und Böswilligkeit - leicht von der Person des Richard Dawkins (oder Charles Darwin) und somit von jeglicher Moralität, die dieser daraus für sich destilliert lösen, und neuen Schlussfolgerungen zuführen.</p>
<p>Mich erschreckt aber viel mehr etwas anderes: Das Prinzip des Kapitalismus und des damit zwangsläufig einhergehenden &#8220;Sozialdarwinismus&#8221; braucht überhaupt keinen theoretischen Überbau, um zu funktionieren. So lange Geld existiert, so lange die Möglichkeit gegeben ist, dass ein  Mensch mehr Geld besitzt als ein anderer, so lange werden die Menschen einander bescheißen, bestehlen und übervorteilen, egal wie stolz oder verdruckst das darum herum als Camouflage errichtete Gesellschaftssystem dazu steht.</p>
<p>Natürlich gibt es auch noch eine ganze Reihe anderer Gründe, warum die Menschheit nicht in friedlichem Einklang miteinander lebt, aber so lange wir der Meinung sind, der Wert menschlicher Arbeit ließe sich in Geld bemessen, so lange ordnen wir uns einer relativ primitiven Form (un-)natürlicher Auslese freiwillig unter. Und haben auch noch das Gefühl, gut damit zu fahren.</p>
<p>Die Frage ist: Sind wir primitiv, weil wir an diesem System festhalten, oder halten wir an diesen System fest, weil wir primitiv sind?</p>
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